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Raum, Traum & Zeit2024-01-05T12:51:04+01:00

Das Thema Zeit ist  – in den Träumen und durch die Träume – allgegenwärtig. Wann ist eigentlich die Zeit nach der Vergangenheit – wann ist sie beendet, kann ich sie beenden oder bleibt sie aktiv, immer Bestandteil? Wann fängt dieser Zeitraum nach der Vergangenheit an, oder wann ist der erste Zeitpunkt? Inzwischen halte ich mich an die Spielarten des Lichts, es ist Punkt/Teilchen als auch Welle, mit sowohl als auch liege ich im Prinzip immer richtig. Das ist nichts für den Verstand, darum ist so eine Lebensreise auch eine gute Möglichkeit, ihn zu verlieren….

Aber ich habe an irgendeiner Stelle das Versprechen abgegeben, dass ich, wenn ich irgendwo ankomme, im Ganzen ankomme. Das heißt nicht, dass ich auch mal getrennt unterwegs sein kann, so wie ich sehr lange ohne meine Seele unterwegs war. Ohne meine Seele geht nichts, ohne sie bin ich verloren und niemand kann mir dann helfen. Der Verstand merkt es nicht einmal. Während dieser viele Jahre zwischen Größenwahn und Kleinhäckselei schwankte, was nicht leicht zu ertragen war, und noch schwerere, es ihm wieder abzugewöhnen.  Gewohnheit und Zeit errichten massive Strukturen. Doch schon mit dem kleinsten Licht der Seele gelingen die schwersten und unmöglichsten Dinge.

Seit ich Buch führe – sind die Zusammenhänge ins Leben gekommen. Also in mein Sichtfenster. Zusammenhänge sind immer da, aber nicht immer zu sehen. Ein Zeitverzug scheint in der Natur der Sache zu liegen, das Licht der Sonne braucht schließlich auch 8 Minuten bis zur Erde. Ich habe nur noch nicht das Zeit-Maß herausgefunden, welches ich idealer Weise einhalten müsste. Ich glaube, es könnte frustrierend sein. Oder beängstigend. Angst lähmt.

Unwissenheit verleiht manchmal Flügel. So geschah es in dem unvergessenen „Terminal-Traum“ am Anfang des Geschehens, noch in 2012. In diesem Traum – gefühlt war ich die ganze Nacht unterwegs – waren zu zweit und mussten unbedingt unser Flugzeug erreichen. Solche Vorgaben und Dringlichkeiten sind tragende, emotionale Elemente eines Traums, es ist die Information überhaupt, um in Bewegung zu kommen. Wir hatten keine Ahnung, wie viel Zeit wir noch hatten, wir wussten nur, dass es knapp war. Mich packte das Abenteuer und ich zog meinen Begleiter quasi mit, wir kletterten über Rolltreppen, durchquerten Gänge und Räume in einem sagenhaften Tempo. Wo es lang ging, war keine Frage. Der Traum endete ohne Bild, nur mit dieser Information: Hätten wir gewusst, wie viel Zeit wir haben, hätten wir es nicht geschafft.

Mein Zusammenhang ist ein jahrelanger Realitätsverlust und ich war hier einerseits schon zu lange unterwegs, um wieder herauszukommen. Diese Vergangenheit ist auf eine Weise zu Ende, auf andere Weise nicht, denn die Folgen und Dinge, die dadurch in die Welt gekommen sind, lassen sich nicht auf Null stellen. Der Traum, der mir das Thema aufzeigte, tauchte Anfang 2013 auf und erhielt den Namen „Die Ursuppe/Der Mann im Rollstuhl“. Diese geistige Bewegungseinschränkung spricht für sich. Einige Zeit später, genauer gesagt zwei Jahre später, stellte ich (weiblich) fest, dass der Traum als Trilogie aufgebaut war, die Teile eine Einheit bildeten. Bis dahin war die bizarre Szene mit dem Rollstuhl ein Störfaktor, eine Unterbrechung, etwas, was da irgendwie nicht hinein passte.  

Zahlen – und ihr Zauber

Es gab noch andere Trilogien, auch sogenannte Traum-Duos, und es tauchten immer wieder Zahlen auf. Die alte Angst vor Zahlen und Mathematik spielte irgendwann keine Rolle mehr, auch löste sich ein gewisser Kontrollzwang, der mit Zahlen einher ging, schleichend ab. Zahlen wurden quasi über Nacht mit einer neuen Bedeutung und vor allem einem neuen Gefühl verknüpft. Ich fing an, sie auf meine Art zu sehen und was sollten sie sonst sein als meine Zahlen!

DIE ZEIT UND EREIGNISSE 

DIE ZEIT –

WAS IST DAS?

IE ZEIT UND EREIGNISSE

DIE ZEIT –

WAS IST DAS?

 

 

 

Timing, Trödeln, Zeitknappheit

Im Traum „Die verpasste Fähre“ aus 2015 war ich im Prinzip genau im Zeitplan, kam in aller Ruhe oder Normalität am Fähranleger an. Und dann fing ich aus irgendwelchen Gründen das Trödeln an, schlenderte den Steg hinunter. Die Fähre fuhr mir vor der Nase weg. Es löste einen nie gekannten, subtilen Schrecken aus.

Der Traum „Umsteigen…“ aus 2018 gehörte zum Traum „Herztod“, genauer gesagt liefen sie in einer Nacht nacheinander. In diesem Vorlauf wollte ich unbedingt meinen Bus bekommen. Aus irgendeinem Grund fuhr er plötzlich woanders ab und ich musste unerwartet einen Sprint einlegen. Es war ein Segen, innerlich keine Wahl zu haben, so dass ich keine Zeit mit einer Überlegung verlor. Noch heute kann ich mich an diese spürbare Anstrengung erinnern und die Erleichterung, als ich im letzten Moment hinein sprang.

Später wagte ich den Gedanken, wie die Dinge wohl zusammen hingen. Vielleicht, weil ich nicht einmal getrödelt hatte, sondern einmal zu viel.

Die eigene Zeitenwende

In einem anderen Traum suchte ich die „…Bushaltestelle, wo meine Linie abfuhr. Sie fuhr nur selten und ich wusste weder wann noch oder wie spät es jetzt war…“ Später erkannte ich, es war meine Lebenslinie.

2015 gab es den Traum, den ich „Anschlusstraum an Tanz der Erde“ nannte. Dort fuhr ein Bus in gebührendem Abstand hinter mir her, während ich mit einem Skateboard in engen Gassen unterwegs war. Skateboard fahren kann ich nicht wenn ich wach bin und wie machte der Bus das nur? Jedenfalls hatte ich die große Chance, mein Leben umzudrehen. Anstatt mich darin zu verausgaben, immer wieder meinen Lebensanschluss zu bekommen, oder auch nicht, weil ich ihn als Kind verloren hatte, war ich nun unterwegs, um das Kind zu retten.

Mit dieser Aussicht konnte ich lange nichts anfangen, da ich die Einsicht in jene Verlorenheit und ihre Ursachen noch nicht hatte. Ich dachte, wenn ich erwachsen bin, ist das Kindsein beendet, im Sinne einer Trennung, die es nicht gibt. Im Geiste scheint es dasselbe zu sein, dass mich etwas verfolgt, was ich nicht will und hinter etwas her zu sein, was ich nicht erreichen kann.

Zeitfenster – muss ich da durch?

Einerseits wechselten und verschoben sich die Dinge auch ohne mich, andererseits stand immer die unsichtbare Frage im Raum, ob ich denn mit wollte. Im Unterbewusstsein geistere ein Versprechen und zugleich der Wunsch, nach Hause zu kommen. Einerseits mit einer schönen Vorstellung einhergehend, andererseits – ganz egal was das bedeutete. Später konnte ich diese Klarheit oder Bedingungslosigkeit, die ich an den Tag legte, übersetzen. Alles war von einem Gefühl der Freiwilligkeit getragen, einer Freiwilligkeit, die ich gar nicht mehr kannte und auch nirgendwo anders vorfand.

 Eigene Zeiträume

Wie diese sich überlappten und miteinander agierten, wie die Öffnungszeiten waren, wie schnell oder langsam so ein Fenster sich bewegte, blieb ein Geheimnis. Im Rückblick gab es unzählige kleinere und mittlere Übergänge, manche waren absolut, manche hatten relativ mehr Spielraum, oder durch ein paar Tricks wurde die Abfahrt verzögert, damit ich Zeit hatte, mich zu verspäten. Es bedeutete, eine Chance verpasst zu haben oder in einem Lebens-Übergang hängenzubleiben. In so einem Vakuum, ohne neue Aussicht oder neuen Anschluss lebte es sich ausgesprochen schlecht. Wann ein erneuter Ausstieg, Einstieg oder Wechsel möglich war, stand sozusagen in den Sternen. Die jedenfalls hatten mehr Zeit als ich. Manchmal schob es mich einfach aus meinem angestammten Raum hinaus. Im Prinzip ist alles möglich, aber nicht zu jeder Zeit. Das war die andere Seite des Hier & Jetzt.

Erinnerungshilfe, Hilfe zur Selbsthilfe

Außerdem musste ich mich immer wieder daran erinnern, nach hinten zu schauen. Schau in die Vergangenheit und lerne aus ihr, erkenne die Wiederholungen, lerne aus dem, was Du trainiert hast. Und doch war der Blick immer wieder getrübt, das Gespeicherte nicht präsent, nicht abrufbar. Irgendetwas war hier aus einem gänzlich anderen Stoff.    

Im Spätsommer 2022 war es wieder soweit,

erneut stand ich wie der Ochs vor einem großen Tor. Ich war erbost, erstaunt, verwirrt. Als wäre es das erste Mal, das ein Übergang wartete, auf dass ich ihn bemerkte, als würde ich mich zum ersten Mal wundern, dass ich nicht alles überblicke. Und als wäre es auf dieser Reise noch nie knapp gewesen. Es ging um wenige Stunden und ich musste mich mit der Möglichkeit befassen, dass an dieser Stelle 10 Jahre auf dem Spiel standen.

Manchmal kam es mir so vor, als fände das Leben in diesen Zwischenräumen statt, die sich eher ergaben als feststanden, und deswegen sie so leicht zu verpassen waren. Aber vielleicht war das der sicherste und lebenswerteste Raum und ich konnte ihn jedes Mal ein Stück weiter ausbauen. Zurück zum 10 Jährigen?

Ich fand den Marker, den sichtbaren Startpunkt, den Auslöser – Es war der Traum „Schreiben im Wasser“ und der anschließende, erneute Abschied von den Träumen. Den Schrecken der Information, die wieder nur einen Hauch unter der Oberfläche lag, und die dazugehörige Entscheidung hatte ich schon nach ein paar Tagen abgelegt, vergessen. Eigentlich unmöglich. Heute denke ich anders darüber. Ich hatte es verdrängt, weil es zu gravierend war, zu tief ins Leben griff.  

Ich zählte zurück. Das Fenster stand 3 Monate und 3 Tage offen. Nach 3 Monaten, 2 Tagen und 20 Stunden war ich vor Ort. Beweise gab es nie. Ich musste lernen, mir zu glauben, ich sah die Phänomene und Zusammenhänge, die sich plötzlich ballten. Den Beginn unerklärlicher Schmerzen und Symptome konnte ich direkt zuordnen, inklusive Krankenhausaufenthalt. Der Schmerz bekam plötzlich eine Form, eine Gestalt, ich fühlte mich seit diesen drei Monaten gestaucht, verspannt, schwach und energielos sowieso. Als drückte mich das sich schließendes Tor nieder und ich quetschte mich im letzten Moment noch durch einen Spalt, der eigentlich nicht mehr passierbar war.

Dieses Bildnis eines sich „verbiegenden Mentalkörpers durch massive Einwirkungen“ kannte ich – aus dem Traum „Unbewohnbar“. Mit diesem Traum befasste ich mich erst kürzlich, er kam mir plötzlich wieder in den Sinn. In den folgenden Tagen ließen die Schmerzen nach. Hoffentlich kam ich mit einem blauen Auge davon.

An strategischen Punkten bin ich so stark wie mein schwächster Teil,

so schnell wie mein langsamster Teil, so geduldig wie mein ungeduldigster Teil, so weise wie mein unverbesserlichster, unbeweglichster Teil, so wenig dankbar wie mein undankbarster Teil…und so vergesslich wie am ersten Tag des Traumas.

ZEIT TIMING

 

Foto: privat

Bei der Betrachtung dieses Bildes an dieser neuen Stelle fiel mir etwas auf, oder ein, was ich zuvor nicht auf den Punkt bringen konnte. „Dort lagen zum Übergang 9 Traumbücher“. Dass die 9 sowie die 19 eine zentrale Bedeutung haben, war ja plötzlich wie neu. Faszinierend. Gezählt hatte ich die Bücher immer schon, zu jedem Zeitpunkt wusste ich, im wievielten Buch ich zugange war. Beschrieben hatte ich es außerdem in jener Zeit, als es auf jenes besondere Zeitfenster in 2017 zuging. Damals drehte ich fast  durch, als ich ein 10. Buch brauchte und es sie nirgends mehr zu kaufen gab. Die Zeichen der Zeit sind durchaus zu spüren und zu lesen. Und, was nützen manchmal die vielen Worte und Informationen, wenn ich daraus keine Essenz bilden kann, keine Formel.

Das war am Abend des 4.1.2024, als ich inzwischen 14 Bücher auf dem Tisch hatte. Was Schreibbücher mit Blankoseiten betraf, war ich mittlerweile flexibel. Als ich im Oktober ein neues Buch kaufte, war plötzlich das Papier nicht mehr für Tinte geeignet. Ich ärgerte mich über das Verlaufen der Tinte und kaufte ein anderes Buch. Mit demselben Ergebnis. Erneut brauchte ich etwa 3 Monate, um im letzten Moment die Wiederholung zu sehen sowie die Ballung von weiteren Phänomenen – und Körpersymptomen. Wie spät war es? 

Der Blog

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